Ralf Lehmann - Licht und Dunkel Photodesign, Remscheid im neoluma Kurzinterview

Hallo Ralf, es freut mich, dass du dir Zeit für ein Interview nimmst. Du bist jemand, der neoluma schon seit unseren ersten Gehversuchen eng umkreist. Wir durften schon so viel tolles Bildmaterial von dir sehen. 

Hi Tobi. vielen Dank. Ja, ich habe schon eine ganze Weile Lichtformer von neoluma im Einsatz. Ich bin durch Martin Krolop auf die Reflex Softbox aufmerksam geworden, die er in einem seiner YouTube Videos vorgestellt hat. Nachdem ich das Video gesehen hatte, habe ich sofort eine solche Box bestellt. Mit der Box habe ich viel gearbeitet und gute Erfahrungen gemacht.

Kurze Zeit später ist mir mein Beauty-Dish kaputt gegangen. Da habe ich bei euch nachgefragt, ob ihr etwas habt, dass ein ähnliches Licht macht. So kam es zu meiner ersten Companion Softbox.

Mittlerweile habe ich drei Companion Softboxen und ich nutze sie täglich, egal ob für die Fotografie oder für Video-Licht.

Ich glaube du fotografierst auch schon eine Ewigkeit, oder? Ich habe heute ein Youtube Video von dir gesehen. Man merkt, dass du deine Technik im Griff hast und auch viel Erfahrung im Umgang mit Menschen mitbringst. Das ist ja eine Charaktereigenschaft die für einen Fotografen elementar wichtig ist. 

 

Ja, ich fotografiere schon ein paar Tage. Meine erste Kamera habe ich mit zwölf Jahren bekommen, das war eine kleine Kamera mit Kassettenfilmen. Nichts Tolles, aber sie hatte ein 1:1 Format. Irgendwann ging dann der Filmtransport kaputt und von da an durfte ich die Spiegelreflexkamera meines Vaters benutzen. Damit habe ich die ersten Gehversuche gemacht.

Die Spiegelreflexkamera hatte nur ein 50 mm Objekiv, dass später auch noch auf Blende 8 klemmte. Einen Vorteil hatte das: Blende 8 kann ich jetzt.


Später habe ich mich an der BUGH Wuppertal für das Fach Kommunikationsdesign beworben. Die Mappe, die ich erstellt hatte, bestand zur Hälfte aus Fotos, zur anderen Hälfte aus Zeichnungen.

Meine ersten Aufträge habe ich 1991 bekommen. In diesem Jahr habe ich auch die erste Rechnung geschrieben. Ich habe damals viel Produkte fotografiert, aber auch immer wieder Menschen. Meine Vorliebe für die Portraitfotografie ist von Anfang an da gewesen und begleitet mich bis heute.

Der Umgang mit Menschen macht mir Spaß und mit den Jahren ist da auch einiges an Erfahrung hinzugekommen, die das Arbeiten mit Menschen leichter macht. Ein bisschen Humor schadet natürlich auch nicht. In meinem YouTube Video über Licht Setups mit nur einem Licht kann man das ganz gut sehen. Der Kanal ist noch recht neu, erst ein paar Wochen alt. Ich habe mich dazu entschlossen, diese Plattform auch zu nutzen, um vielleicht ein wenig von dem weiterzugeben, was ich weiß und meine Bekanntheit zu steigern.
Die Charaktereigenschaft, die neben dem Humor wichtig für die Portraitfotografie ist, ist Wohlwollen. Menschen wohlwollend anzusehen und auch so zu fotografieren ist meiner Ansicht nach das wichtigste. Die Menschen möchten gern ernst genommen werden.

Was macht ein gutes Portrait aus? Macht es einen Unterschied, ob du eine Person schon ewig kennst oder ob du sie gerade vor 2 Minuten kennen lernen durftest?

Was macht ein gutes Portrait aus … das ist eine gute Frage. David Bayley hat einmal gesagt: „Im Grunde möchte ich anspruchsvolle Passfotos und das ist ziemlich schwierig.“ Natürlich möchte ich nicht unbedingt Passfotos machen und schon gar nicht biometrisch - obwohl ich das auch mache - sondern wirkliche Bilder von den Menschen, die sich von mir porträtieren lassen. Ich kann dazu nichts allgemein Gültiges sagen, nur das, was ich für mich und meine Fotografie wichtig finde. Ein Bild, das eine gewisse Dreidimensionalität hat und dazu einen Aspekt der Person zeigt, die ich fotografiere, das ist das, was ich zu erreichen versuche. Das klingt jetzt vielleicht etwas technisch, ist es aber gar nicht. Licht und Dunkel müssen in einem gewissen Verhältnis auf dem Bild verteilt sein, eine gewisse Harmonie sollte entstehen. Und die Augen sind wichtig, eigentlich wichtiger als alles andere auf einem Portrait. Im Grunde geht es sogar nur um die Augen. Und wenn man dann noch beim Ansehen des Bildes glaubt, etwas über den Menschen zu erfahren, der auf dem Bild zu sehen ist, dann ist es vielleicht ein gutes Portrait.

 

Wenn ich Personen fotografiere, die ich schon lange kenne, dann ist es vermeintlich leichter. Meist ist es aber so, dass die Scheu vor der Kamera, oder auch die ungewohnte Situation zu einer Verunsicherung führen, egal ob der Mensch persönlich bekannt oder unbekannt ist.

Diese Situation aufzulockern, fällt meist bei Bekannten leichter als bei unbekannten Personen. Aber es ist manchmal auch anders.

Wenn Ihr einmal Portraits von Euch für Eure Website machen wollt, seid ihr herzlich eingeladen, die bei mir zu machen. Dann könnt Ihr das erleben.

 

Vielen Dank für diese Gelegenheit, etwas über mich zu erzählen. Ich hoffe, dass ist für den ein oder anderen interessant.

 

Wir haben zu danken lieber Ralf. Wir freuen uns auf viele, viele wunderbare Bilder von dir.

Wer mehr über Ralf und seine hochwertige Portrait Fotografie erfahren will findet ihn unter: https://www.ralf-lehmann-fotografie.de

Hier seht ihr Ralf mit unserer neoluma Companion Softbox:


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